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Wir möchten Sie dazu ermutigen, uns ein paar Zeilen
über Ihre "Print- oder Web-Publishing-Probleme" zu
schreiben, so dass wir noch gezielter auf diese
Praxis-Fälle reagieren können (evtl. bringen wir Ihnen
Lösungen in unserem Blog, unserem Newsletter oder
gestalten sogar ein Seminar zu dem Thema).

Wenn Sie möchten, bleibt Ihre Frage natürlich unter uns.
Also: Welchen Problemen begegnen Sie im Alltag immer
wieder. Welches "Halbwissen" nervt Sie schon länger?
Welche Begriffe möchten Sie mal richtig erklärt
bekommen?

Wir freuen uns auf Ihren Input!
Barrierefreie Dokumente

In einem White Paper
http://www.adobe.com/accessibility/pdfs/accessibledocswithindesignCS4.pdf
zeigt Adobe, wie Dokumente «barrierefrei», sprich: auch von Sehbehinderten gelesen werden können.


Zusammenfassung:

  • Es ist sinnvoller, die entsprechenden Eingriffe in InDesign vorzunehmen als im PDF. Wird das Dokument geändert, müssen die Eingriffe in dem dann neuen PDF nicht wiederholt werden.
  • Wichtigster InDesign-Eingriff: Zusammengehörende Texte müssen als solche markiert (IT-Deutsch: «getaggt») werden.
  • Absatzformate können an eingerichtete Tags übergeben werden. Sind die Absatzformat-Namen identisch mit den Tag-Namen, wird die Übergabe stark vereinfacht.
  • Wurde durchgängig mit «Einfachem Absatzformat» gearbeitet, müssen die Absätze manuell getaggt werden.
  • Kopf- und Fusszeilen von Tabellen müssen nachträglich im PDF getaggt werden.
  • Ähnliche Nacharbeit ist für Listen erforderlich.
  • Sollen sämtliche Auftritte von Mustervorlagen-Elementen getaggt sein, müssen sie übergangen werden.
  • Gruppeninhalte müssen separat getaggt werden, Fußnoten-Tagging geschieht im PDF.
  • Alternativtext für Abbildungen kann und muss manuell, Bild für Bild, editiert werden.
  • Für Sehbehinderte überflüssige Objekte – Hintergrundflächen, Rahmen mit Seitenzahlen oder automatische Kopfzeilen – können «ausgetaggt» werden. Absätze können nicht ausgetaggt werden.
  • Dateiinformationen können – bei Wiederholungen sogar semi-automatisch – in InDesign verankert werden.
  • Getaggte Dateien müssen zu PDF exportiert werden – der Druckdialog ist hierfür nicht geeignet.
  • Dem PDF muss anschliessend gesagt werden, in welcher Sprache es geschrieben wurde.
  • PDFs besitzen ihre eigenen Format- resp. Tag-Namen. InDesigns Namens-Zuweisungen sind an manchen Stellen fehlerhaft: Korrekturen im PDF sind erforderlich.


Aus all dem Gesagten folgt: Der Mehraufwand für die Bereitstellung barrierefreier Dokumente ist erheblich. Simple Knopfdruck-Technologien existieren noch nicht. XML-Kenntnisse sind zwar nicht erforderlich, aber das InDesign-Fachwissen muss gediegen sein.
Grosse Datenmengen, die barrierefrei gestellt werden müssen, verlangen eine solide Unterstützung einer (firmeneigenen, externen) IT.