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Wir möchten Sie dazu ermutigen, uns ein paar Zeilen
über Ihre "Print- oder Web-Publishing-Probleme" zu
schreiben, so dass wir noch gezielter auf diese
Praxis-Fälle reagieren können (evtl. bringen wir Ihnen
Lösungen in unserem Blog, unserem Newsletter oder
gestalten sogar ein Seminar zu dem Thema).

Wenn Sie möchten, bleibt Ihre Frage natürlich unter uns.
Also: Welchen Problemen begegnen Sie im Alltag immer
wieder. Welches "Halbwissen" nervt Sie schon länger?
Welche Begriffe möchten Sie mal richtig erklärt
bekommen?

Wir freuen uns auf Ihren Input!
Was heisst «Kerning»?
Kerning (engl. Unterschneiden, ausgesprochen: körning) korrigiert die Standardabstände zwischen bestimmten Schriftzeichen. Trifft zum Beispiel das grosse «V» auf das kleine «o», sorgt das Kerning dafür, dass das «V» nicht seine volle Zeichenbreite beansprucht, sondern das kleine «o» etwas unter seinen Aufstrich rutschen lässt. Auf diese Weise werden zu grosse oder zu kleine Abstände zwischen den Schriftzeichen ausgeglichen: Feinheiten, die am Ende den Lesefluss deutlich stören können.
Solche Ausnahmepaare – «Kerning-Paare» – werden von den Schriftherstellern tabellarisch erfasst und in den Programmcode der Schrift eingebaut: die Kerning-Tabelle. Je nach Güte der Schrift können diese Ausnahmepaare in die Hunderte gehen.
Seitenlayout-Programme greifen automatisch auf die Kerningwerte einer Schrift zurück. Wo das Ergebnis nicht befriedigt, kann der Anwender nachbessern: indem er direkt zwischen den fraglichen Zeichen weiteren Raum herausnimmt oder entsprechende Anweisungen in der Software global hinterlegt: via Bearbeiten der Unterschneidungstabelle (QuarkXPress) oder via GREP-Stil (InDesign). In InDesign hat der Anwender zudem die Wahl, den Zeichenmodus von «metrisch» (schrifteigene Kerningtabellen werden benutzt) auf «optisch» umzustellen: In diesem Fall sorgt InDesign selbst für die notwendigen Abstandskorrekturen und werden die in der Schrift mitgelieferten Kerningwerte vollständig ignoriert.